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224. Montagsgesprch im Musiklabor Mnchen

Beispiele aus der Kunst der Computer-Musik

Dieter Trstedt

Heutige Laptops sind - auf Grund ihrer Leistungsfhigkeit - nebenbei auch geniale Musikinstrumente fr (fast) jede denkbare Idee:

  • Klavierspiel von z.B. Vierteltonmusik in CD-Qualitt, 
  • Musikautomaten (z.B. Mozarts Kompositions-Wrfel von 1787), 
  • Scratch-Maschine fr unmittelbar eingespielte Texte und Klnge, 
  • Spiel von "unendlich" langen Klngen an jeder Stelle eines gesprochenen Satzes, 
  • klassische oder andere Musik extrem langsam spielen bei unvernderter Tonhhe, 
  • natrlich die gesamte Liste der klassischen elektronischen Musik, 
  • Spiel eines farbiges Bildes unmittelbar mit der Maus, 
  • Lautklavier in temperierter Skala mit dem Klangbild eines Eselschreis, 
  • Spiel einer Chaos-Formel in den Klngen eines Konzertflgels, 
  • gesprochene Texte zeitversetzt aufeinandergelegt spielen, 
  • Medaten einer Zirruswolke in Musik umsetzen und live spielen, 
  • einen physikalischen oder chemischen Prozess als Musik anhren, 
  • die eigene Stimme live mit Sinustnen multiplizieren oder sie zeitversetzen, 
  • rhythmische Strukturen mit den Klngen des Illerurgesteins entwerfen und spielen, 
  • sich verfrbende Klnge frei im Raum bewegen 
  • etc. 

Gespielt wird dabei im wesentlichen direkt auf den Tasten des Rechners, programmiert mal als Tonhhen, mal als Lautstrkeregler, mal als Midi-Controler etc. Natrlich kann zur Steuerung bzw. zum Spielen ein Keyboard angeschlossen werden oder ein Joystick oder eine Webcamera oder ein weiterer Rechner - und bei Bedarf ein USB-Audio-Interface fr mehrkanaliges Arbeiten.

Das exzellente Programm Pure Data von Puckette Miller wurde in den Montagsgesprchen schon oft besprochen. Es kann kostenfrei von http://crca.ucsd.edu/~msp/software.html auf jedem Laptop installiert werden. Wir untersuchen einige der genannten "Musikinstrumente" genauer, spielen sie und diskutieren Erweiterungen. Ein wichtiger Punkt ist das Zusammenspiel mit akustischen Musikinstrumenten, auch mit Gesang, auch mit greren Ensembles und im Kontext von Performances (Bild, Bewegung, Installation, Theater, bildende Kunst).

Dieses Montagsgesprch ist gleichzeitig Prolog fr das Pure-Data-Seminar: Fr 14. durchgehend bis Mo 17. Juli 2006 jeweils 14-20 Uhr im Carl Orff Auditorium, Luisenstr. 37a in Zusammenarbeit mit der Hochschule fr Musik und Theater Mnchen. Eingeschlossen ist eine Tagung am Sa 15. Juli am selben Ort und zur selben Zeit und ein Werkstattkonzert der Seminar-Teilnehmer am Mo 17. Juli um 20 Uhr. Seminar und Tagung sind fr alle kostenfrei oder Spende. Anmeldung ist Bedingung: Dieter Trstedt Tel 089 / 272 18 56 oder e-mail: wolf-dieter.truestedt[at]uni-ulm.de.

Weitere Informationen: http://www.luise37.de/2006/puredata/seminar-so2006.htm

Montag, 10. Juli 2006 - 20:00 Uhr

Eintritt frei oder Spende

Carl Orff Auditorium
Mnchen, Luisenstr. 37a
U-Bahn U2 Knigsplatz

Musiklabor

Veranstalter:
Echtzeithalle e.V.
in Zusammenarbeit mit der Hochschule fr Musik und Theater Mnchen

Tel. 089 / 289 27 477 oder 089 / 2721856
www.echtzeithalle.de  

Letzte nderung: 10.01.2007
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