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77. Montagsgespräch im Musiklabor München

Dieter Trüstedt

3xVEXATIONS/SATIE

"Um dieses Motiv 840mal hintereinander spielen zu können, wird es gut sein, sich im vorhinein darauf vorzubereiten, und zwar in äußerster Stille, durch absolute Bewegungslosigkeit."

Die Gruppe Experimentelle Musik Ulm EMU (u.a. Jörg Schäffer, Dieter Trüstedt, Axel Baune, Bernhard Thurz, Gabi E.-Timmermann) hat 1994 die Vexations im Stadthaus Ulm unter einem besonderen Aspekt aufgeführt: Welche Rezeptionsunterschiede ergeben sich bei den Interpretationen durch den Pianisten, durch einen Computer und durch eine CD-Einspielung? In diesem Montagsgespräch werden wir dem Computer als Interpreten eine CD-Aufnahme des Klavierspiels aus dem Ulmer Stadthaus gegenüberstellen. Die höhere Bewertung muß nicht unbedingt auf den Pianisten fallen, wenn wir die Intention von Erik Satie mit in Betracht ziehen. Zum Vergleich werde ich auch einen koreanischen Mönchsgesang (ein Mantra von 1 Minute Länge fünf Stunden täglich gesungen) und ein "elektronisches" Mantra für den Heiligenschrein aus Hongkong vorstellen.

Die Noten als Computerbild der Vexations von Erik Satie (1866-1925). Das Original ist Teil der PAGES MYSTIQUES (I. Prière - II. Vexations - III. Harmonies). Die Vexations wurden ca. 1895 geschrieben, 1949 veröffentlicht und 1963 durch John Cage in voller Länge uraufgeführt. Die Bedeutung der Zahl 840 ist bis heute nicht geklärt.

Montag, 26. November 2001 - 20:00 Uhr

Eintritt frei

München Luisenstr. 37a
Eingang Rückseite
Seminarraum 2. Stock
U2 Königsplatz

Musiklabor

Veranstalter:
Echtzeithalle e.V.
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München

Tel. 089 / 2721856
www.echtzeithalle.de  

Letzte Änderung: 10.01.2007
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