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243. Montagsgesprch

SYMMETRIEN

Jutta Köhler

Symmetrie und Symmetriegruppen sind auf mathematischer Ebene exakt definiert, es sind Formeln, mit denen die Systemeigenschaften bzw. Strukturen sowohl auf kleinstem Raum als auch bei Extrapolation ins Unendliche sehr effizient beschrieben werden können. Bei der Erkenntnis der Symmetrie eines Kunstobjektes gewinnt es einerseits unser Staunen über die Mächtigkeit dieser Eigenschaft, andererseits verliert es im selben Moment auch sein Geheimnis des Ordnungsprinzips auf dem es beruht. Ein paar Ungereimtheiten ergeben jedoch die Möglichkeit, das Interesse des Beobachters danach wieder zu entfachen, erfolgt dieses auf mehreren Ebenen, gewinnt das Objekt an Tiefe. Symmetriebrüche oder überlagerte Symmetrien machen am Ende die Einmaligkeit eines interessanten Objektes aus. „The geometry of musical chords“ von Dimitri Tymoczko (Princeton University, Time Magazin Feb. 5, 2007) beschreibt die mathematischen Räume der Akkordstrukturen, genannt orbifolds, welche intuitiv von den westlichen Komponisten der letzten Jahrhunderte genutzt wurden um ihre musikalischen Werke zu erschaffen (Zitat D.T.: „Composers have been exploring these maps without really knowing“).

Dr. rer. nat. Jutta Köhler,
geboren 1955 in Bremen, studierte Chemie und Biochemie an der FU Berlin, promovierte in theoretischer Chemie 1987, lebt seit 1988 in München. Ihre wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten sind dokumentiert in:
www.wave-art.de

Montag 12. März 2007 20 Uhr
Eintritt frei oder Spende
Carl Orff Auditorium Mnchen, Luisenstrae 37a (Ecke Gabelsbergerstr.)
U-Bahn U2 Knigsplatz

Musiklabor
Veranstalter: Echtzeithalle e.V. in Zusammenarbeit mit der
Hochschule fr Musik und Theater Mnchen
Tel. 089 / 289 27 477 oder / 272 1856
www.echtzeithalle.de

Letzte nderung: 17.12.2010
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