ECHTZEITHALLE e.V. MÜNCHEN
HomeGesamtarchivBilderMonatsmusikMathematische MusikKunst & Wissenschaft

340. Montagsgesprch

Tetrachord - fr Digitalklnge

Jrg Schffer

Montag, 23. Januar 2017 um 19 Uhr Halle 6 / Kreativ-Quartier Mnchen
Dachauerstr. 112d, 80636 Mnchen (Leonrodplatz)
barrierefrei / Tram 12, Bus 53 und N43

freiwilliger Eintritt 10 €

Das Stck Tetrachord (ca. 19') basiert auf dem gleichnamigen Ordnungsprinzip der Musik des antiken Griechenlands: Tonleitern werden aus zwei kurzen, viertnig abgestuften Leitern zusammengesetzt, die ein konsonantes Rahmenintervall (Quarte) umfassen und einen Ganzton Abstand voneinander haben (sog. disjunkte Tetrachorde). Neben den damit mglichen drei, aus zwei Ganztonintervallen und einem Halbtonschritt bestehenden Tetrachorden, wird noch ein sog. chromatischer Tetrachord, bestehend aus einer kleinen Terz und zwei Halbtonschritten, sowie ein weiterer sog. enharmonischer Tetrachord, der eine groe Terz sowie zwei Vierteltonschritte umfasst, beschrieben. Insgesamt ergeben sich damit 5 Tetrachorde, die in freier Variation 25 Tonleitern erzeugen. Diese sind das Material der Komposition Tetrachord fr digitale Klangerzeuger.

Im Mittelpunkt der musikalischen Auseinandersetzung stehen dabei die Begriffe konsonant und dissonant. Ausgehend von der pythagorischen Stimmung unter Verwendung groer (9:8) und kleiner (10:9) Ganztne, sowie des natrlichen Halbtons (16:15) untersuche ich unter Verwendung eines Helmholtz-Theorems die Fragestellung, inwieweit sich diese Begriffe quantitativ fassen lassen. Die Obertonstruktur der in der Leiter verwendeten Tne entspricht im wesentlichen der Naturtonreihe, wird jedoch auch durch die Leiterstruktur selbst bestimmt. Im Montagsgesprch wird die Herstellung der entsprechenden Klnge detailliert beschrieben.

Jrg Schffer, Jan 2017

Bild: Polynome 3. Grades zur Berechnung einzelner Klangaspekte im Stck "Tetrachord"
(Jrg Schffer, Jan 2017)

Letzte nderung: 18.01.2017
Copyright © 1999 - 2017 Echtzeithalle e.V.
https://echtzeithalle.de?id=527
Impressum