ECHTZEITHALLE e.V. MÜNCHEN
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Monatsklänge

Oktober 2022

https://echtzeithalle.de/audio/437_Oktoberklang_2022-rasch-kurz.mp3

Die Tonfolgen und die Zeitabstände unterliegen der gleichen Formel - jedoch mit unterschiedlichen Parametern.

Die hörbaren Tonfolgen sind nicht melodiös, denn Melodien haben sprachliche Grundlagen.

Willkürlich ist hier die Zahl 9 und 9 läßt sich gut als Matrix darstellen und beim Spiel beobachten.

Das Staubige der Klänge ist gewollt. Gut ist es, die Tonfolgen in der Klangtiefe zu verfolgen. Der Klanggrund ist die Summe der 9 Klänge mit erweitertem Rauschanteil.
 

September 2022

https://echtzeithalle.de/audio/436_Septemberklang_2022.mp3

Es sind Dreivierteltöne mit weichem Ein- und Ausklang, wie die
herbstlich farbigen Blätter am Boden oder von den Bäumen segelnd fallen - durch die Luft schaukelnd. Der Klanganfang ist wie ein Windstoß. Ein Ereignis in der freien Natur.

Wir sind hier in einem Dreivierteltonhaus, ein Drittel größer als das
bekannte Halbtonhaus. Alle Dimensionen sind ein Drittel größer als im Halbtonhaus.

Wir müssen uns hörend neu orientieren. Es ist weiter, luftiger - und so
sind auch die Klänge, auch ihre Farben.

Juli 2022

https://echtzeithalle.de/audio/434_Juli_Schwanenflug_154_2022.mp3

Das Geräusch der Luftströme durch die Federn der Schwanenflügel, Schwäne, die hin und wieder über München fliegen. Der Klang enthält das Schreien der Schwäne und das feine Rauschen (Fauchen), der kleinen Federn - und natürlich das Gleichmaß der Schwanengruppe. Der Klang ist fast zufällig mit Rauschkugel entstanden, die neunteilige Matrix, im Gleichmaß von 2,7 sec für den Takt der Matrix. Vielleicht fliegen die neun Schwäne so.

Dieser Klang ist für den Drehtanz von Veronica Hoffmann in der Materialausgabe_2022 am So26Juni in der Halle6 dreifach live eingespielt mit unterschiedlichen Tonhöhen.

Juni 2022

https://echtzeithalle.de/audio/431_Juni_Seelenchor_Kiev_Sufi_153_2022.mp3

Der Initialgedanke war, die Pulse so setzen, dass sie getrennt und gut zu hören sind, sich hin und wieder überlappen und Schwebungen erzeugen. Die Klangqualität ist von mittelbreiter Güte, der Rauschanteil ist ziemlich groß, wie ich ihn im Mailänder Dom gehört hatte. Die Tonhöhen sind wieder eine Dreivierteltonskala. Die Zeitabstände variieren nach der gleichen Formel wie die Tonhöhen. Die Ton- und Zeit-Folgen spielen miteinander.

Dieses Klangbild wird unter dem Titel Rhizom von Martin Siegler, Sebastian Loh und Dieter Trüstedt in der Materialausgabe 2022 dreifach eingespielt, während Veronica Hoffmann den Drehtanz vollführt.

Siehe: echtzeithalle.de?id=628

Mai 2022

https://echtzeithalle.de/audio/431_Mai_Farbwindrauschen_154_2022.mp3

Nehmen wir an - das Grundrauschen klingt so - was auch immer das ist - hier z.B. eine Mischung aus Meeresrauschen und Wind in den Kiefern. Martin Heidegger nennt es „Grundrauschen der Existenz“ - und jeder „hört“ etwas anderes oder er hört nichts.

Im Klangbeispiel Farbwindrauschen sind auch transzendente Anteile (die Dreivierteltöne und die Form der Laut-Pulse). Die Naturkonstanten e und pi sind hierbei federführend.

April 2022

https://echtzeithalle.de/audio/427_April_2022_210.mp3

Der symmetrische Schrei der Zwergohreule aus der Finsternis

In der gleichen Form wie der Schrei aus der Finsternis kommt verschwindet er in symmetrischer Cosinus-Form wieder im Nichts. Das macht die Eule durch eine Kopfdrehung.

Es haben sich offenbar neun Eulen zusammengetan und auf temperierte Dreivierteltonabstände geeinigt. Die Eulen in der Natur schreien allgemein eine Oktav höher.

Bernhard Thurz hat mich auf die Zwergohreule aufmerksam gemacht, nachdem er den April_2022_Klang gehört hat.

März 2022

https://echtzeithalle.de/audio/426_Mrz_2022_208.mp3

Die beiden transzendenten Naturkonstanten e und Pi bestimmen alle Klangbilder.

Die Konstante e ist zuständig für Tonhöhen und Zeitabläufe. Pi wird Kreiszahl genannt und ist zuständig für die Klangformung. Die Konstanten e und Pi werden mit der Zeit verknüpft und formen den Klangablauf.

Andy Farnell beschreibt in seinem Buch "Designing Sound" diese Vorgänge ohne auf Musik einzugehen. Er konzentriert sich auf alltäglichen Naturgeräusche.

Februar 2022

https://echtzeithalle.de/audio/425_Februar2022_207_Atmen.mp3

Dreivierteltöne (fallend) als "Pulse", entsprechend dem Atmen, in der "Lautstärke" von Null ansteigend bis "eins", und anschließend abfallend bis Null wie ein Cosinusbogen. Dann eine kurze Pause, ohne den vorhergehenden Puls zu berühren. Die Dauern sind nach dem seriellen Muster berechnet, d.h. sie verkürzen sich im gleichen Maß, wie die Töne tiefer werden. Die Tonfolgen kugeln dadurch durcheinander. Wenn man gut zuhört, wird dieses Tonhöhen- und Lautstärkenspiel deutlich.

Das Spiel ist sanft und farbig von hell-weiß bis dunkelrot. Gleichmäßige Wiederhol-Strukturen spielen keine Rolle, so wie in der Natur. Klänge, Dauern, Zeiten, Lautstärken sind frei.

Januar 2022

https://echtzeithalle.de/audio/428_Jan_2022_205_lange_Pulse.mp3

Ich philosophiere über den Wert 0 und das Nichts, wie weit kann Null mit Nichts gleichgesetzt werden. Besonders in der Lautstärke - wenn sie von Null beginnt, kommt der Klang dann aus dem Nichts?

Das Abrupte am Anfang der Klänge ist eigentlich das Abschalten des vorhergehenden Klanges, der Klanganstieg wird dadurch überrumpelt. Die Klänge kommen eigentlich aus dem Nichts. Bringen diese Klänge etwas mit, wenn sie aus dem Nichts kommen?

Die genannten Klänge aus dem Januar 2022 dauern 27 min, also fast eine halbe Stunde! Es spielt nur die Rauschkugel und die Additive Klangsynthese ist nicht dabei.

Dezember 2021

https://echtzeithalle.de/audio/422_Dezember2021_206_Linien.mp3

Der Dezemberklang besteht aus den 9 gleichverteilten Tönen der Dreivierteltonskala fallend von fast cis bis A. Die Stufen werden in den Zeiten langsamer nach der Formel en/12 mit n = 9 bis 0.

Die Zeitstufen der hohen Klänge überholen die Zeitstufen der tiefen Klänge.

Die großen Schläge fallen nach der gleichen Formel. Der innere Klangaufbau ist die natürliche lineare Folge wie beim Orchester-Horn.

November 2021

https://echtzeithalle.de/audio/416_November_2021_205_Kristalle.mp3

Wir hören die Sprache eines Computers in Dreivierteltönen für die kleinen Tönchen einer 9-stufigen Tonleiter, die sich nicht wiederholen, transzendent in der Zeit- und Tonfolge.

In der Basis hören wir die Schläge aus einer additiven Klangsynthese, ebenfalls in Dreiviertelton-Abständen, aber in der Folge einer anderen Zeit-Transzendens desselben Rechners, gesteuert von von en/12. Die beiden Szenen sind nicht zeit-synchron.

Siehe auch Luise37.

Oktober 2021

https://echtzeithalle.de/audio/421_Okt_2021_205_Kieslang.mp3

Imagination von Martin Siegler - mitgeteilt und von Dieter Trüstedt umgesetzt in ein Klangbild, mit dem Titel "Erdenströme" wie Kies mit Glasscherben.

Siehe auch Luise37.de.

September 2021

https://echtzeithalle.de/audio/415_September_2021_206.mp3

Die "vermittelnde" mathematische Größe ist die transzendente Zahl e für diesen Vorgang in der Natur.

Die Formel ist wieder e_hoch(n/12) für die Tonhöhen und auch die Zeiten.

Während der Aufführung (in der Herbstausgabe_2021 Teil 2 in der Roten Fabrik) wird jeder Spieler die Parameter für Klangdauer, Schlagdichte, die Lage der Töne und vor allem die Güte der Rauschfilter ändern.

Siehe auch Luise37.de.

August 2021

https://echtzeithalle.de/audio/411_August_2021_203.mp3

Der August_2021_Klang besteht, wie die anderen Monatsklänge, aus einem Grundklang - eine Art basso continuo - hier nicht als harmonisches Element, sondern rauschig, dicht, mit Pulsen im gleichen exponentiellen Zeitmaß. Das Pure-Data-Programm "Rauschkugel" und Klangsynthese, besteht aus zwei neunfachen Metronom-Sets, mit Tonhöhen und Zeitwerten aus der Formel en/12.

Spiel mit dem Aufbau eines rhizomartigenWurzelwerks
Es sind vernetzte Strukturen, die sich gegenseitig steuern. Martin Siegler nannte mir Deleuze und Guattari als Autoren des Begriffes Rhizom in der Philosophie.

Mehr Informationen auf Luise37.de.

Juli 2021

https://echtzeithalle.de/audio/410_Juli_2021_202.mp3

e_hoch[n/12]

Der Klang ist zyklisch, zeitlos, ohne Harmonie, gesteuert von 9 Wirbeln (Metronome) im transzendenten Zeitmaß, wie im Titel formuliert. Die Naturkonstanten e und Pi realisieren die Transzendenz. Wir hören am Anfang des Klanges die neun fallenden Dreivierteltöne des Grundklanges aus dem Rauschen gefiltert. Auch der innere Klang der Schläge ist nach dieser Formel aufgebaut - es sind ebenfalls Dreivierteltöne. Das Zeitmaß der Schläge wird verlängert durch den langsamen Anstieg der e-Funktion. Physik und Mathematik machen Musik.

Siehe auch Louise37.de

Juni 2021

https://echtzeithalle.de/audio/409_Juni_2021_leise.mp3

Klangdauer 15:57 min, sehr leise stellen, der Klang ist sehr fein.

Zart aneinander gefügte, sehr weite Rauschklänge, wie der Fliederduft vor meinem Fenster im Mai. Neun Metronome rufen die Klangwolken im 10-Sekunden-Zeitabstand auf. Die Farbfilterungen sind rauschig - vielleicht wie im Mailänder Dom nach 40 Jahren in meiner Erinnerung. Die Sandstrahlarbeiter sind längst weiter gezogen und werden vielleicht für die Notre Dame gebraucht, wenn das Dach wieder geschlossen ist. Das Klangbild ist mit Solfeggio-Tönen gefüllt - im Hochmittelalter von Guido d'Arezzo entworfen, damit die Mönche richtig singen.

Siehe auch Luise37.de.

Mai 2021

https://echtzeithalle.de/audio/408_Mai_2021.mp3

Die Klänge im Grund des Mai_2021_Klanges haben sowohl gedanklich die Resonanzen des Mailänder Domes (1386-1572) - angeregt von der Reinigung der Außenfassade mit Sandstrahlen - als auch die Tonfolge des Solfeggio (Guido d'Arezzo 1050) als Basis. Je schwächer die Filtergüte für das Rauschen desto chorartiger das Klangbild. So auch die Klangfarbe der Schläge - angeregt vom Toaca (Kloster-Stundenspiel in Rumänien und Moldavien). Im Toaca ist das Spiel sehr schnell - hier extrem langsam (nach Morton Feldman, 1985). Die zeitliche Statik des Mai_2021_Klanges reicht ohne Wiederholungen in die Tiefe der Zeit.

Siehe auch Luise37.de.

April 2021

https://echtzeithalle.de/audio/408_April2021_201.mp3

PureData-Musik mit Schatten in der Melodie, der nächste Schritt ist das RAUM-ZEIT-KLANG-KONZEPT.

Die Schatten bzw. Schattierungen entstehen durch Zeitverzögeungen, Zeitdehnungen und unterschiedliche Lautstärkeverläufe - Zeitverschiebungen im Klangaufbau. Gleichzeitig entsteht eine Mehrstimmigkeit im Klang.

Siehe → Luise37.de

März 2021

https://echtzeithalle.de/audio/407_MAERZ_2021_199.mp3

Die Windharfe in ihrer Winterqualität mit zerzausten Saiten in Schnee, Regen und Wind macht es uns vor: als Vorbild für eine futuristische Musik...
siehe → Luise37.de

Dauer des Mitschnitts 29:30 min - einfach anklicken, sehr leise und auf Endlosschleife stellen.

Februar 2021

https://echtzeithalle.de/audio/405_Februar_2021_197.mp3

Angeregt vom Windgeräusch im Türdurchgang zur Mensa der Universität Ulm entstand dieses bewegte, gefilterte und somit farbige Rauschen – realisiert vom Pure-Data-Programm „Rauschkugel“.

Gleichzeitig hören wir den Klang „Wolkenflieger“ - ein Sommer-Klang der Ostseeküste (1942) - die Flieger hatten Werbebänder im Schlepptau.

Der Klang kommt aus der Erinnerung und ist in seiner Dauer unbegrenzt.

Ausführliche Erläuterungen und lange Version des Klanges auf → Luise37.de

Januar 2021

https://echtzeithalle.de/audio/Januar2021-02.mp3

Es ist Echtzeitmusik. Sie wiederholt sich nicht, bleibt in ihrer Art, wie die Blätter eines Baumes: sie sind nicht identisch - immer von der gleichen Art.

Die Zeiten und die Töne folgen der Formel en/12, d.h. sie sind transzendent. Hier nur ein kurzer Auschnitt eines sehr langen Klangbildes. Der frische Zweig bleibt eindeutig erkennbar für den ganzen Baum.

Dezember 2020

https://echtzeithalle.de/audio/DEZ2020Klang.mp3

Es sind zwei Töne / Klänge im Dreivierteltonabstand. Die Berechnung ist wie im Nov2020Klang als Exponentialfunktion der mathematischen Naturkonstanten e, einer Zahl, die irrational und transzendent ist.

Die Schlagzeiten beider Klänge sind mit der gleichen Formel berechnet, d.h. Schlagzeiten und Tonhöhen sind koordiniert.

Wir hören einen unendlichen Wechsel der beiden Klänge im Zusammenspiel, d.h. es gibt kein Gleichmaß.

Verwenden wir zwei Rechner - Laptops - gleichzeitig und spielen den Klang zeitversetzt und als Endlosschleife, hören wir ein ewiges Spiel zwischen schwebendem Gleichklang und Dissonanz des Dreiviertelton-Intervalls. mehr...

November 2020

https://echtzeithalle.de/audio/NOV2020Klang.mp3

Der Klang ist aus weißem Rauschen hergestellt und ist der Anfang der Folge en/12 * 100 ms (ms = Millisekunden).

Setzen wir n = 0, hören wir allein den Grundschlag, dh. die transzendente Folge selbst bleibt unhörbar. Das Klangfarbenspiel dieses Grundschlages dauert 12 Sekunden = 100 ms * 120 – die Zahl 120 wurde in der Pure-Data-Schaltung gesetzt.

Das Klangfarbenspiel entsteht durch eine Phasenkontrolle der neun Teiltöne des (synthetischen) F-Horn-Klanges. Die Frequenz des Grundtones ist das A1 (55 Hz).

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