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375. Werkstattgespräch als Art Lecture & Matinee

Sonntag 28. Juni 2020 - 12:00 Uhr
Helmholtzwerkstatt, Hermann-Lingg-Str. 2 - Eingang Hofseite Rgb, München, Tram 18, 19, 29
Beitrag 10 € - auch für Kaffee und Etwas

Donaueschingen und Farblichtfeld

Hans Wolf - Keyboard-Klavier und Bericht zu Donaueschingen 2019
und Dieter Trüstedt - Pure Data: Zeitrauschen - sehr langsam / leise und Farblichtfeld


Teil 1
Dieter Trüstedt mit Hans Wolf

Der Anfang ist die Musik Farblichtfeld.
Es wirkt wie ein japanisches Wassertropfenspiel mit einem allmählichen Übergang zu 'sehr langsam' und 'sehr leise', sehr fern, bis zu reinem Farbrauschen der Klänge.

Der Zusammenhang zu Karlheinz Stockhausen und zur seriellen Musik in den 50er und 60er Jahren und zu Conlon Nancarrow und seinen mathematischen Kompositionen ergibt sich aus den Möglichkeiten der heutigen Computermusik (Pure Data). Farblichtfeld ist eine 3/4-Ton-Musik - sowohl für das Tonhöhenspiel als auch in der Gestaltung der Tropfzeiten.

Es geht um die Exponentialfunktion en/12 mit n = 1 bis 9 zur Steuerung der Farbfrequenzen und der Schlagzeiten der 9 Metronome. Die Form der Klänge wird zunehmend verwischt, verbreitert, transparent und aufgelöst. Dauer ca. 15 min.

Teil 2
Hans Wolf

Präsentation von zwei Highlights der Donaueschinger Musiktage 2019 anhand von Klangbeispielen und Videomitschnitten.

Die Donaueschinger Musiktage gelten international als mit das wichtigste Festival für Gegenwartsmusik und bestehen ausschließlich aus Uraufführungen.
Hier werden zwei besonders repräsentative Aufführungen (in Ausschnitten) der letzten Donaueschinger Musiktage vorgestellt, die im Oktober 2019 stattfanden. Sie sollen anschließend zur Diskussion anregen:

Als erstes handelt es sich um das gewaltige Stück 'Trio' von dem Dänen Simon Steen-Andersen. Dieses ist für Symphonieorchester, großen Chor - konfrontiert mit einer Bigband und in Beziehung zu historischen Filmaufnahmen von Konzerten etc. gesetzt. Es gewann dort den renommierten Orchesterpreis des SWR 2019.

Das zweite Stück heißt: 'Open Form For Society' und ist eine neuartige sehr (poly-)rhythmisch orientierte Kammermusik des in den letzten Jahren kometenhaft bekannt gewordenen Berliner Schlagzeugers und Komponisten Christian Lillinger. Es enthält Elemente der Musique concrète, des Hip-Hop, Avantgarde-Jazz und der neuen Musik. 

Hans Wolf und Dieter Trüstedt

 
Letzte Änderung: 23.06.2020
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