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Akustische Interventionen im M·f·A

Die Figuren träumen

Dienstag 15. März 2016 - 20 Uhr
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke | Kunstareal München
Katharina-von-Bora-Str. 10 | 80333 München | Eintritt frei

Programmzettel

Helmholtz-Ensemble München

Die Namen von sechs Figuren des M·f·A (Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke) werden als Basis-Material einer live gespielten Computer-Musik ausgewählt.

Das Rauschen der geflüsterten Namen der Figuren offenbart Aspekte der Aura der dargestellten Bildwerke. In tieferen Frequenzschichten verwandelt sich das Rauschen in neue akustische Aussagen (z.B. wird ein sss zu angeschlagenem Holz (siehe toaca-Musik) oder das ooo wird zu gebogenem, mit weichen Schlegeln gespieltem, Hartmetall). Die „stimmlosen Laute“ der Worte verwandeln sich zum klingenden Material der Musik.

Das Moderne Quadrivium (Musik und die Natur- Wissenschaften) ist die Basis der gespielten Musikstrukturen: Das eingesetzte (chromatische) Tonhöhenmaterial ist hier die „Euler-Skala“, die Folge en/12, analog gebildet wie die konventionelle Tonskala 2n/12. Die Euler-Skala ist annähernd eine ¾-Tonskala im abendländischen Musikverständnis. Die Zeitstrukturen folgen den Werten der ungeraden Zahlen 1 bis 21. Die Rhythmik ist also – ähnlich wie die Tonskala – unseren Ohren teilweise vertraut.

Das Helmholtz-Ensemble besteht seit 10 Jahren und ist Teil des Musiklabors der Hochschule für Musik und Theater München. Gespielt wird ausschließlich mit dem Laptop als Musikinstrument. Die Computer-Programme sind selbst programmiert – und somit sind auch die öffentlich aufgeführten Werke „Autoren-Arbeiten“.

Die Spieler in der Arbeit Die Figuren träumen sind: Diether Sommer, Veronica Hoffmann, Martin Siegler, Peter Dietz, Sebastian Loh und Dieter Trüstedt. Brigitte Spielmann-Sommer tastet mit Licht aus Beamern in Echtzeit die sichtbaren Oberflächen der Figuren ab.

Dieter Trüstedt Ltg. des Helmholtz-Ensembles

In Zusammenarbeit mit dem Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke
und mit der Hochschule für Musik und Theater München

Letzte Änderung: 09.02.2016
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