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276. Montagsgespräch

Molekülorbitale

Musik: Jörg Schäffer

Montag 27. September 2010 20 Uhr
Eintritt frei
Carl Orff Auditorium München
Luisenstr. 37a, U-Bahn Königsplatz

BFClBr 

Elftes Montagsgespräch im Rahmen des Projektes MUSIK AUS DEM NIEMANDSLAND in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München, dem Deutschen Musikrat, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Echtzeithalle München.

„Molekülorbitale“ ist der erste Teil einer Trilogie bei der in drei Schritten der Übergang von der Wissenschaft zur Kunst vollzogen wird.

Die Energien der Molekülorbitale ausgesuchter kleiner Moleküle werden in den hörbaren Bereich übertragen. Die Energien der Molekülorbitale verschiedener Moleküle werden dabei zunächst sehr „wissenschaftsnah“ mit der Formel E = h x v in Frequenzen umgerechnet und durch Oktavierung in den hörbaren Bereich übertragen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Besetzung der Orbitale: nicht besetzte Orbitale sind stumm, voll besetzte Oribtale erklingen laut, schwach besetzte Orbitale leise. Resultat ist ein charakteristischer Molekülklang, der entsprechend des Orbitaltypus (core, lone pair, bond, anti-bond, rydberg) elektroakustisch inszeniert wird.

Ein live gespielter akustischer Flügel unterstützt die elektronische Klangeinspielung. Zur Vertonung kommen u.a. CHFClBr, BFClBr, Wasser, Wasststoffperoxid, Ammoniak, Blausäure.

In den Montagsgesprächen „Energieübergänge“ und „Morsekurve“ wird der Einfluss künstlerischen Arbeitens verstärkt spürbar. In dieser Trilogie wird exemplarisch der Weg zwischen wissenschaftlichem und künstlerischem Arbeiten skizziert und das Potenzial eines interdsiziplinären Diskurses aufgezeigt.

Jörg Schäffer, 20.9.2010

Letzte Änderung: 25.09.2010
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