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278. Montagsgespräch

Morsekurve

Musik: Jörg Schäffer
Piano solo: Jill Richards

Montag 25. Oktober 2010  20 Uhr
Eintritt frei
Carl Orff Auditorium München
Luisenstr. 37a,
U-Bahn Königsplatz


Morsekurven der neun Normalschwingungen
des Fluorchlorbrommethan-Moleküls

Dreizehntes Montagsgespräch im Rahmen des Projektes MUSIK AUS DEM NIEMANDSLAND in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München, dem Deutschen Musikrat, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Echtzeithalle München.

Im Montagsgespräch „Morsekurve“ wird der letzte von insgesamt drei Schritten des Übergangs von der Wissenschaft zur Kunst vollzogen.

Während im ersten Teil die Energien der Molekülorbitale ausgesuchter kleiner Moleküle in den hörbaren Bereich übertragen wurden, und im zweiten Teil der Übergang eines Moleküls vom Grundzustand in einen sogenannten „angeregten“ Zustand vertont wurde, geht es jetzt um die Atomschwingungen im Molekül. Wir hören die akustische Progression der am leichtesten anzuregenden Schwingung bis zur schwerst anregbaren Schwingung.

Eine wichtige Rolle spielen die Symmetrieeigenschaften der Atombewegung. Sie verleihen den zunächst amorph vorhandenen Tonhöhen einen rhythmischen Charakter. Die Musik wird von einem live gespielten akustischen Flügel erzeugt. Die Einspielung übernimmt Jill Richards, eine exzellente südafrikanische Pianistin.

Zur Vertonung kommen Grund- und Obertonschwingungen folgender Moleküle: CHFClBr, BFClBr, Wasser, Wasststoffperoxid, Ammoniak, Blausäure, Bortrifluorid, Kohlendioxid.


Notation der Atomschwingungen für das Wassermolekül

In dieser Trilogie wird exemplarisch der Weg zwischen wissenschaftlichem und künstlerischem Arbeiten skizziert und das Potenzial eines interdsiziplinären Diskurses aufgezeigt.

Jörg Schäffer, 22.10.2010

Letzte Änderung: 23.10.2010
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