51. Montagsgespräch im Musiklabor München
Ulrike Trüstedt
Schöpfungslust
"Da war das ruhende All. Kein Hauch. Kein Laut.
Reglos und schweigend die Welt.
Und des Himmels Raum war leer ....
Unbeweglich und stumm war die Nacht, die Finsternis.
Aber im Wasser, umflossen von Licht, waren diese:
Tzakol - die Schöpferin, Bitol - der Former, Tepeu - der Sieger, Gucumatz - die Grünfelderschlange, Alom und Caholom - die Erzeuger.
Unter grünen und blauen Federn waren sie verborgen.
Große Weisheit und große Kunde ist ihr Wesen ....
Cabavil - Der-im-Dunkeln sieht ...
So wird berichtet."
Aus dem Popol Vuh, dem heiligen Buch der Maya, ca. 1530 aufgezeichnet.
"1. Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
3. Und Gott sprach: Es werde Licht. Und es ward Licht.
4. Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis
5. und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag."
Aus "Die Schöpfung", Das erste Buch Mose, Altes Testament.
Das 12. Münchener Pfingstsymposion findet vom 31. Mai mit 3. Juni 2001 statt - mit dem Thema: Schöpfungslust.
Nach einer Einführung in das Thema und seine interdisziplinäre Auffächerung soll die Diskussion über die Bedeutung der Worte: Schöpfer und schöpfen folgen. In der Betrachtung des handwerklichen als auch geistigen Tätigseins eröffnen sich Fragen nach möglichen Kongruenzen, Assoziationen, Singularitäten, Wiederholbarkeiten, Gleichzeitigkeiten und der Lust am Tun.
Montag, 12. März 2001
19:30 c.t.
Eintritt frei
München Luisenstr. 37a
(Ecke Gabelsbergerstraße)
U2 Königsplatz
Musiklabor
Veranstalter:
Echtzeithalle e.V.
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München
Tel. 089 / 2721856
www.echtzeithalle.de