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87. Montagsgespräch im Musiklabor München

There is no reason why oscillation should be always periodic. Takashi Matsumoto

Chaosmaschine - ein spielerisches Klangexperiment mit Mathematik und Elektronik

Grundlage für das Experiment ist das "Grohnium", ein eigens dafür konstruierter Apparat aus Verstärker, Reglern, Hallspirale, Lautsprecher und einem sogenannten Analog-Computer, der darauf programmiert wurde, ein ganz bestimmtes System von nichtlinearen Differentialgleichungen in Echtzeit zu lösen. Dieses System hat die Eigenart, chaotische Zustände annehmen zu können. Das Chaos dringt hörbar nach außen und veranlaßt den Spieler, steuernd einzugreifen. Das Instrument wurde beim Tag für experimentelle Computermusik, 22. April 1995, in München vor- und aufgeführt. Die Uraufführung war am 4. Februar 1994 in der "Winterwerkstatt" der Gruppe Experimentelle Musik - EMU - in Ulm.

Was also ist das "Grohnium"? Eine Maschine, konstruktiv von ihrer Funktion bestimmt und anfaßbare Realität aus Plastik und Metall? Oder eine abstrakt-mathematische Idee, ausdrückbar in einer dreizeiligen Formel? Oder ist es gleichzusetzen mit seinem Klang, der scheinbar einen eigenen Willen hat und sich dem Experimentator häufig widersetzt? Die Antwort kann nur lauten: Dies alles in einem. Eine Improvisation auf dem "Grohnium" leitet das Montagsgespräch ein.

Jens Groh studierte Elektrotechnik an der Technischen Hochschule Aachen. Er arbeitet als Ingenieur in München und betreibt eigene Studien zur Computermusik.

Montag, 4. März 2002 - 20:00 Uhr

Eintritt frei

München Luisenstr. 37a
Eingang Rückseite
Seminar-Raum L 18 Erdgeschoß
U2 Königsplatz

Musiklabor

Veranstalter:
Echtzeithalle e.V.
in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München

Tel. 089 / 2721856
www.echtzeithalle.de  

Letzte Änderung: 10.01.2007
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