ECHTZEITHALLE e.V. MÜNCHEN
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15. Montagsgespräch der Echtzeithalle im Einstein

Wie klingt ein Punkt?

Jörg Schäffer

punkt.gif (5013 Byte)Unter diesem Titel lief im Wintersemester 1992/93 ein Seminar zur graphischen Computermusik am Freien Musikzentrum München*). 7 Teilnehmer erstellten innerhalb eines Semesters mittels der Programmiersprache BASIC verschiedene Werke, die in einem Abschlußkonzert am 22.1.1993 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Schnell kristallisierte sich sich während der gemeinsamen Arbeit das Prinzip heraus, ausgehend jeweils von einem Algorithmus sowohl das (bewegte) Bild als auch die Musik abzuleiten. Die Verknüpfung von Bildfolge und Musik über einen gemeinsamen Algorithmus führt zu einem überraschend synchronen/synästhetischen Charakter der einzelnen Ton/Bildwerke. Es entstanden sowohl darstellende Arbeiten (Pfusch-Pfusch, Mousey), als auch kinematographisch anmutende Werke (Eisstock, TreeH17) und Arbeiten mit Installationscharakter (interaktive Programmcollage Ulm.1). Im Montagsgespräch werden neben einer kurzen Präsentation einiger Werke, der ästhetisch/technische Ansatz des Seminars, die Seminarentwicklung, sowie mögliche Fortführungen dieser Kunstform angesprochen. Interessenten sind herzlich willkommen.

*) Ankündigungstext, aus dem Herbst/Winter-92/93-Programmheft des Freien Musikzentrums München: Wie klingt ein Punkt. Seminar Untertitel: Graphische Computermusik und individuelles Programmieren. Aussagen und Aussageformen aus dem Alltagsleben, dem Arbeitsbereich oder wissenschaftlichen und religiösen Gebieten werden musikalisch und graphisch mit dem Computer abgebildet. Die Teilnehmer bearbeiten innerhalb des Seminars frei gewählte Fragestellungen. Grenzen ergeben sich dabei zunächst aus dem Material (Computer, Synthesizer, MIDI), dem Zugriff (Algorithmus, Tastatur, Klaviatur, berührungssensitive Elemente, AD-Wandler, optoelektronische Koppler u. ä.) und den Artikulations- und Spielformen (Geräusch, Klang, Melodie, Echtzeiteingriff, bewegte und stehende Graphik). Die dadurch gegebenen Grenzen können jedoch auch durch Hinzunahme konventioneller künstlerischer Elemente erweitert werden. aufgeworfene Fragen sollten eher aus ästhetischen Bereichen kommen als aus programmiertechnischen. Programmierkenntnisse sind zunächst nicht erforderlich. Sie werden innerhalb des Kurses anhand der jeweils individuell gewählten Fragestellung vermittelt. Es sollte jedoch die Bereitschaft zum kreativen Umgang mit den Phänomenen „Computer“, „Programm“, „Algorithmus“, „Variable“ etc. auch außerhalb des Kurses vorhanden sein. Jeder Teilnehmer sollte daher über einen Computer verfügen, Leihgeräte können evtl. gestellt werden. Während des Kurses wird eine Dokumentation erstellt. Die Ergebnisse der Arbeiten werden im Rahmen eines Abschlußkonzertes am 22. Januar 1993 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Montag, 27. März 2000

19:30 Uhr Präsentation, Bericht, Gespräch
Eintritt frei

München Einsteinstr. 42 U4/U5 Max-Weber-Platz
Foyer im Einstein

Veranstalter: AG Experimentelle Kunst und Echtzeithalle e.V.

München Tel. 089 / 2721856
www.echtzeithalle.de  

Letzte Änderung: 22.03.2008
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